Seit der Umweltkonferenz von Rio 1992 besteht weltweit Konsens, dass zum Schutz der Erdatmosphäre insbesondere die Emission von Treibhausgasen nachhaltig reduziert werden muss. Nachhaltiges Handeln setzt im Zeitalter der Beschleunigungen ein neues Zeitdenken voraus. Das kurzfristige, schnell gewinnabwerfende Denken auf Kosten der Zukunft ist obsolet geworden. In Form eines ganzheitlichen Ansatzes, der die lokalen Standortfaktoren und Traditionen mit einer Zukunftsvision verbindet, hat die Gemeinde Königsfeld im Schwarzwald bereits 1999 im Zuge der Liberalisierung des Strommarktes einstimmig zum Ziel gesetzt, die damals erreichten Einsparpotentiale im konventionellen Strombezug konsequent für eine emissionsfreie Energieproduktion und deren aktive Förderung und Kommunizierung einzusetzen. Auf dem Dach der kommunalen Grund- und Hauptschule, wo die Kinder auf ihre Zukunft vorbereitet werden, entstand im Mai 2000 auf rd. 250 Quadratmetern Fläche mit 261 Modulen aus CO2-neutraler Produktion ein Solarkraftwerk mit 30 kWp Leistung und einem jährlichen Stromertrag von ca. 25.000 kWh. Die Photovoltaikanlage erspart der Atmosphäre jährlich mehr als 18 Tonnen CO2. Bereits seit 1987 wird das Freibad der Gemeinde solarthermisch beheizt. Hintergrund dieses Langzeitdenkens sind unter anderem Fakten wie diese: