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Hamburg. Es ist mitten in der Nacht, wenn am kommenden Wochenende unsere Uhren auf Winterzeit zurückgedreht werden - wieder einmal eine vertane Chance auf etwas Müßiggang, findet Zeitforscher Karlheinz Geißler. “Eine Stunde, die doppelt zählt, ist doch ein Erlebnis, das man sich gönnen sollte - an einem Samstagnachmittag zum Beispiel”, meint der Münchner Professor. Stattdessen werde die Zeitschleife in einen toten Winkel verlegt und um 3.00 Uhr am Sonntagmorgen allgemein verschlafen. “Das ist typisch für unsere Gesellschaft, die sich dem Risiko nicht aussetzen will, dass man einmal lebt, ohne auf die Uhr zu schauen.”
Der ständige Blick aufs Zifferblatt, atemlose Terminhetze, Effizienz auch am Sonntag: Immer mehr Menschen fühlen sich im Würgegriff der Zeit. Genau beziffern lasse sich das Phänomen nicht, erklärt Geißler, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Zeitpolitik …
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(QUELLE: Leipziger Volkszeitung, Dorothée Junkers, dpa)